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Hier finden Sie die Spielberichte der zweiten Mannschaft der Saison 2014/2015

Die Spielberichte der vergangenen Saison 2013/2014 finden Sie hier

Germania II erarbeitet sich in Gemmrigheim 3 Punkte

12.04.2015

Gemmrigheim – am 18. Spieltag stand für die Zweite das Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn VfL Gemmrigheim II an. Im klassischen 4-5-1 mit Unterstützung aus der ersten Mannschaft in Form von Schockenhoff und Hernández Cabrera wollte man nach den zuletzt unglücklichen Niederlagen zurück in die Erfolgsspur finden. Auch wenn durch die geplante Abschaffung der C-Klasse sicherlich einiges an sportlichem Reiz verloren gegangen ist, war den Germanen in den ersten Minuten deutlich anzumerken, dass man sich in den verbliebenen Spielen mit der Leistung zu präsentieren, mit der man letztes Jahr den Aufstieg geschafft hatte. In den ersten Minuten erarbeiteten sich die Gäste mehrere Teilchancen während die Gastgeber keine Gefahr ausstrahlten. In der Folgezeit waren die Germanen optisch überlegen, der VfL blieb aber mit langen Bällen in die Spitze stets gefährlich, so dass Dennis Röcker im Germania-Tor wieder viele Möglichkeiten hatte, sich auszuzeichnen. Des Weiteren retteten Keroglidis drei Mal und Tänzer zwei Mal knapp vor bzw. auf der Linie. Auf der Gegenseite war es Schockenhoff, der eine Doppelchance zum Führungstreffer nutzte. In der 30. Minute bekam Baehr halbrechts nach einem schnell ausgeführten Freistoß den Ball. Nachdem er einen Tick zu lang bei der Ballverarbeitung gebraucht hatte, war die Chance, den hinterlaufenden Schockenhoff anzuspielen eigentlich vergeben. Doch der Rechtaußen lupfte den Ball über die Verteidiger auf den Rechtsverteidiger, dessen Schuss aufs lange Eck VfL-Goalie Kuppke über die Latte lenkte. Beim anschließenden Eckball von Torres Alcantara stand Schockenhoff glockenfrei und konnte aus kurzer Distanz problemlos zur Führung einköpfen (30.).

Nach der Halbzeit das gleiche Bild, die Germanen waren überlegen, sorgten durch schnelle, kurze Pässe in die Spitze immer wieder für Gefahr. Gemmrigheim setzte weiterhin auf lange Bälle und kam – vor allem durch Ferro – immer wieder zu gefährlichen Aktionen, die aber zu keinem Torerfolg führten. In der 53. Minute war es dann wieder Schockenhoff, der nach einer schönen Kombination über die rechte Seite in den Strafraum eindrang und mit einem platzierten Schuss ins lange Eck für die 0:2-Führung sorgte. In der Folgezeit ließen die Germanen aber – vermutlich durch die beruhigende 2-Tore-Führung – deutlich nach und luden den Gastgeber nahezu zum Torschießen ein. Vor allem in den Räumen zwischen Offensive und Defensive klafften teils riesige Löcher, was immer wieder zu gefährlichen Chancen führte. Nur dank hohem und risikoreichem Einsatz der Verteidiger, einer großen Portion Glück und des seit Wochen überragenden Oldies Röckers im SVG-Tor mussten die Germanen lediglich den Anschluss durch Mehmet Önder hinnehmen.

In der 90. Minute dann die schlimmste Situation des Spiels, die einem deutlich macht, wie schnell der Fußball in den Hintergrund rückt. Bei einem Kopfballduell im Mittelfeld krachten Schockenhoff und Lehmann mit ihren Köpfen deutlich hörbar zusammen. Während sich bei Schockenhoff eine Beule bildete und er leicht benommen leicht benommen wirkte, hatte Lehmann weniger Glück: Mit einer heftig blutenden Platzwunde musste der VfL-Akteur mit einer Trage vom Platz gebracht werden und – da man schwerere Verletzungen nicht ausschließen konnte – vom Krankenwagen abtransportiert werden. Aufgrund dieser Vorkommnisse pfiff der Schiedsrichter auf Bitten der Gastgeber das Spiel anschließend sofort ab. Der SV Germania Bietigheim wünscht eine gute Besserung und hoffentlich eine baldige Rückkehr auf den Rasen!!!

Alles in allem ein glücklicher Sieg, der durch die Verletzung Lehmanns in den Hintergrund tritt. Trotzdem wurde deutlich, dass immer noch einiges an Arbeit auf die Verantwortlichen wartet, will man wieder eine Mannschaft aufbieten können, die die letztjährige Spielidee auf dem Platz umsetzen kann.

 

Es spielten: Röcker – Schockenhoff, Staiger, Tänzer, Keroglidis – Simeonidis, Garofalo – Baehr (46. König), Torres Alcantara (70. Akgül), Sperr – Hernández Cabrera (80. Kreibich)

 

Tore:

0:1 Schockenhoff (30.)

0:2 Schockenhoff (57.)

1:2 Önder (75.)

Mangelnde Cleverness verhindert möglichen Sieg gegen SV Walheim

29.03.2015

Bietigheim – Am 17. Spieltag empfing der SV Germania Bietigheim II mit dem SV Walheim den nächsten Aufstiegsaspiranten. Aufgrund vieler Ausfälle mussten das Trainer-Duo Zinfollino/Dürl fast ihre komplett Elf umbauen. Mit Baehr, Pristl, Röcker, Simeonidis, Staiger und Torres Alcantara standen nur 6 Germanen in der Anfangsformation, die auch gegen den TSV Sachsenheim von Beginn an spielten. Akgül, Garofalo, Kaya, Keroglidis und Sperr spielten für Hayirli (krank), Hernández Cabrera (Urlaub), Legacinskas (verletzt), Schockenhoff (1. Mannschaft) und Tänzer (beruflich). Des Weiteren musste man mit Co-Trainer Dürl, Heidel, König, Lamp, Ödemis, Müller und Padilla Navarro auf sieben weitere Spieler verzichten. Aufgrund der vielen Ausfälle kam der talentierte A-Jugendliche Fatih Kaya bei seinem Debüt im Seniorenbereich gleich in der Startelf zum Einsatz, nachdem er schon in der Wintervorbereitung bei einigen Testspielen zu überzeugen wusste. Mit Koray Cihan war ein weiterer A-Jugendspieler im Kader, der im Laufe des Spiels ebenfalls zu seinem Debüt kam.

Den Walheimern war anzumerken, dass sie sich im Aufstiegsrennen keine Blöße geben wollten. Tief in der Hälfte der Germanen begann der SVW schon mit einem starken Pressing und setzte so die Germania immer wieder unter Druck, wodurch ein geregelter Spielaufbau schwierig wurde. Die ersten 20 Minuten überstand die Germania aber ohne größere Probleme und hatte durch Kaya nach einem Eckball selbst die Chance zur Führung. Anstatt des Tores traf der Youngster mit seinem verdeckten Schuss aber nur Baehr, der nicht mehr ausweichen konnte und einen „Volltreffer“ einstecken musste. In der 21. Minute hatte die Germanen-Verteidigung dann dem Pressing der Gäste nichts mehr entgegen zu setzen: Nach einem Ballgewinn schalteten die Walheimer schnell um und Bellantoni traf zum nicht unverdienten 0:1, bei dem Keeper Röcker – der wieder einmal einer der stärksten Germanen auf dem Feld war – ohne Abwehrchance war.

Mit der Führung im Rücken schalteten die Gäste im Pressing einen Gang zurück, doch den Germanen war die Nervosität nach dem Gegentor anzumerken und machte im Spielaufbau fast mehr Fehler als zuvor, als man stärker unter Druck gesetzt wurde. Das Fehlen von Dürl und Tänzer als beruhigendem Faktor in der Abwehrzentrale war in dieser Phase mehr als deutlich. Mühsam und ohne eine weitere klare Torchance rettete sich die kleine Germania in die Halbzeitpause.

In der Pause schienen die Trainer die richtigen Worte gefunden zu haben. Wie ausgewechselt kamen die Hausherren aus der Kabine und drängten auf den schnellen Ausgleich. Dieser sollte dann auch in der 62. Minute fallen: Nach einem abgewehrten Standard bekam die Germania die Chance auf den „zweiten Ball“ und der aufgerückte Innenverteidiger Pristl setzte sich im Strafraum durch und markierte das wichtige 1:1. Die Germanen drehten nun den Spieß um und setzten ihrerseits die Gäste mit aggressivem Pressing unter Druck. In der 76. Minute war es dann der starke Sperr, der nach einem schönen Angriff über die rechte Seite am Elfmeterpunkt an den Ball kam und mit einem Aufsetzer ins rechte Toreck die Germania in Führung brachte.

Die Germanen betrieben nach der Führung – angetrieben von ihrem „Aggressive Leader“ Simeonidis – weiterhin einen hohen Aufwand im Pressing, verpassten es aber, mit dem dritten Tor für die Entscheidung zu sorgen. In den letzten 10 Minuten bekamen sie dafür die Quittung präsentiert. Nach einem Fehler im Spielaufbau setzten sich die Gäste im Strafraum der Germania fest und Volkan Tan markierte schlussendlich den Ausgleich (81.). Doch wie fast immer in dieser Saison sollte es noch dicker kommen für die Mannen aus dem Ellental: In der 86. Minute wurde ein SV-Akteur – der sich möglicherweise im Abseits befand – mit einem langen Ball auf die Reise geschickt. Keeper Röcker ging ins Duell Mann gegen Mann und der Walheimer nahm diese Chance wahr und suchte den Körperkontakt mit dem SVG-Schlussmann, den es dann auch gab – ein eindeutiger Elfmeter. Dem SV-Stürmer hier Unsportlichkeit zu unterstellen, wäre falsch, da vermutlich jeder Stürmer in dieser Situation die Möglichkeit zum Körperkontakt dankbar angenommen hätte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Timo Frey zum 2:3-Endstand. Röcker ahnte zwar die Ecke, hatte aber keine Abwehrchance. Bitter war dieser Gegentreffer auch deswegen, weil beim Stand von 2:1 SVG-Außenverteidiger Akgül bei einem Konter eben nicht den Körperkontakt mit dem herauseilenden SV-Keeper Yannick Frey gesucht hatte und dieser dadurch fair klären konnte.

Alles in allem wieder einmal eine unnötige Niederlage für die kleine Germania. Wieder einmal zeigte sie, dass sie fußballerisch mit einem Aufstiegsaspiranten problemlos mithalten kann. Wieder einmal zeigte sie aber auch, dass es im ersten Jahr B-Klasse einfach noch an der nötigen Cleverness fehlt um solche Spiele über die Zeit zu retten.

 

Es spielten: Röcker – Akgül (70. Cihan), Staiger, Pristl, Keroglidis – Kaya, Simeonidis – Baehr, Garofalo, Sperr (78. Akgül) – Torres Alcantara

 

Tore:

0:1 Bellantoni (21.)

1:1 Pristl (61.)

2:1 Sperr (76.)

2:2 Tan (81.)

2:3 T. Frey (86., FE)

 

Derby-Serie gegen TSV Kleinsachsenheim reißt

22.03.2015

Kleinsachsenheim – Gegen den TSV Kleinsachsenheim mussten die Germanen die erste Derbypleite im vierten Aufeinandertreffen einstecken. Nachdem letztes Jahr der TSV II beide Spiele verloren hatte und auch das Hinspiel gegen den TSV I an die Germanen ging, revanchierte sich der Aufstiegsaspirant nun im Rückspiel. Da das Trainerduo Zinfollino/Dürl privat verhindert war, übernahm Teammanager Kissinger unterstützt durch A-Jugendtrainer Hodzic interimsweise das Traineramt. Mit 4 Spielern aus der ersten Mannschaft (Hayirli, Hernández Cabrera, Pristl & Schockenhoff) trat die Mannschaft in einem offensiven 4-1-4-1-System an, um den Gegner frühzeitig zu attackieren und durch schnelles Umschaltspiel Torchancen zu erzwingen. Durch einen nahezu unbespielbaren Platz wurde dieses Vorhaben aber weitestgehend zu Nichte gemacht. Flach gespielte Bälle über 10 Meter kamen – wenn überhaupt – zwischen Knie und Hüfthöhe beim Mitspieler an. Die Verhältnisse kamen natürlich dem TSV mit seinem auf lange Bälle und robustem Zweikampfverhalten ausgelegtem Spiel eher gelegen als der technisch veranlagten Germania.

In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein munteres Auf und Ab mit leichten Vorteilen auf Seiten der Gastgeber, die immer wieder mit langen Bällen vor allem über ihre rechte Seite gefährlich vor das Gehäuse der Germanen kamen. Die Latte sowie Keeper Röcker verhinderten jedoch einen frühen Rückstand. Hektisch wurde es, als Mitte der ersten Hälfte Innenverteidiger Staiger im Strafraum riskant aber fair mit einer beidbeinigen Grätsche den TSV-Stürmer vom Ball trennte – korrekterweise entschied der sehr gut leitende Unparteiische Nils Theilfarth auf weiterspielen. Auf der Gegenseite scheiterten Legacinskas, Baehr und Hayirli bei schnellen Gegenzügen. Letzterer hätte bei seinem Angriff durchaus zweimal ein leichtes Foulspiel der Gastgeber annehmen können, blieb aber auf den Beinen und brachte den Angriff zum - leider nicht erfolgreichen - Abschluss.

Nach 30 Minuten dann der erste Schock für die Germanen: Legacinskas griff sich an den Oberschenkel und musste anschließend verletzt ausgewechselt werden. Kurz darauf dann der zweite Schock: nach einem TSV-Freistoß seitlich des Strafraums, kam ein Kleinsachsenheimer im 16er frei zum Kopfball und verlängerte den Ball auf den langen Pfosten. Dort konnte Majer den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drücken. Goalie Röcker war zwar noch am Ball, konnte ihn aber nicht entscheidend ablenken. (38.)

Nach der Halbzeit stellte das Duo Kissinger/Hodzic auf ein 4-4-2 um. Der ballsichere Schockenhoff spielte fortan neben dem starken Simeonidis auf der Doppelsechs. Keroglidis und Torres Alcantara übernahmen den rechten Flügel und Hernández Cabrera ging neben Hayirli in die Spitze. Durch diese Umstellung kamen die Germanen nun öfters vor das TSV-Tor, konnten aber den Ball nicht im Gehäuse unterbringen. Der TSV vergab bei seinen schnellen Gegenstößen hingegen teils fahrlässig teils aufgrund des überragenden Röckers, die Führung weiter auszubauen. Nach 68 Minuten gingen Kissinger und Hodzic dann volles Risiko und stellten nochmals um. Mit dem Ex-Kleinsachsenheimer Lamp als drittem Stürmer sollte im 3-4-3 zumindest der Ausgleich erzwungen werden. Die beste Möglichkeit dazu hatten die Germanen mit einer Doppelchance in der 75. Minute als zunächst Hernández Cabrera einen Freistoß an die Latte setzte und im Anschluss der sehr engagierte Lamp bei seinem Versuch per Kopf nicht genügend Druck hinter den abprallenden Ball bekam.

In den letzten 15 Minuten wurde das Spiel dann vor allem von langen Bällen und vielen Nickligkeiten auf beiden Seiten geprägt, wobei der Schiedsrichter aber stets das richtige Gefühl für die Situationen hatte und so eine mögliche Eskalation im Keim erstickte. In dieser zerfahrenen Schlussphase sollte kein Tor mehr fallen und es blieb beim 1:0-Erfolg für den TSV Kleinsachenheim, der vom Remis im Spitzenspiel zwischen dem SV Walheim und dem NK Croatia Bietigheim profitierte und die Tabellenführung übernahm. Alles in allem hätten sich die Germanen nach einem stark umkämpften Spiel auch ein Unentschieden verdient gehabt, konnten aber mit erhobenen Hauptes den Heimweg antreten, da man gegen den neuen Spitzenreiten trotz widriger Umstände gut dagegen hielt.

 

Es spielten: Röcker – Schockenhoff, Staiger, Tänzer, Pristl (60. Ödemis) – Baehr (68. Lamp), Hernández Cabrera, Torres Alcantara, Legacinskas (31. Keroglidis) – Hayirli

Tor:

1:0 Majer (38.)

SV Germania Bietigheim II startet mit einem Kantersieg ins Jahr 2015

15.03.2015

Bönnigheim – Im ersten Punktspiel des Jahres 2015 stand für die kleinen Germanen nach mäßiger Leistung in den letzten Vorbereitungsspielen einiges auf dem Spiel; bei einer Niederlage würde man den unteren Tabellenregionen wieder gefährlich nahe kommen, wie allen bewusst war. Ohne die angeschlagenen Staiger (Gehirnerschüttung) und Ödemis (Grippe) sowie ohne Kapitän Volker Wochele, der sich im Winter aus beruflichen Gründen vom Fußball zurückgezogen hat, trat die Mannschaft nahezu in Bestbesetzung beim SV Kaman 91 Bönnigheim an.

Der Mannschaft war anzumerken, dass sie – vor allem nach der deftigen 0:5 Niederlage beim PSV Stuttgart im letzten Vorbereitungsspiel – von Anfang an zeigen wollte, was in ihr steckt. Auf stumpfem Kunstrasen war es aber nach 10 Minuten der Gastgeber, der die erste Chance des Spiels nutzte. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld spekulierte die Germanenabwehr auf Abseits, Atlihan bedankte sich und konnte mutterseelenallein den langen Ball im Strafraum annehmen und ließ Keeper Röcker keine Abwehrchance.

Doch anstatt einzubrechen, wurden die Germanen durch den frühen Gegentreffer nur noch mehr angestachelt. Im direkten Gegenzug drang Linksverteidiger Keroglidis bis zur Grundline durch. Seine Ablage an den Sechszehner hämmerte Hayirli jedoch nur an den Querbalken. Der nächste Versuch gelang dem jungen Angreifer dann besser: vor dem Strafraum setzte er sich gegen mehrere Gegenspieler durch und netzte anschließend aus kurzer Distanz zum Ausgleich ein (13.). Nur drei Minuten später gingen die Germanen dann in Führung: Einen Befreiungsschlag von Baehr auf den rechten Flügel erreichte Hernández Cabrera trotz über 10 Metern Rückstand dank eines Speedy-Gonzales-Gedächtnissprints („¡Arriba! ¡Arriba! ¡Ándale! ¡Ándale!“) den Ball vor seinem Gegenspieler. Kurz vor der Grundline drang der Spanier in den Strafraum der Gastgeber ein, umspielte noch einen Verteidiger und vollendete mit seinem starken Linken wuchtig ins lange Eck (16.).

Der starke Baehr war es auch, der den nächsten Treffer von Hernández Cabrera auflegte. Von Simeonidis schön am Strafraum angespielt, steckte der Flügelspieler im richtigen Moment auf den Stürmer durch, der zur beruhigenden 3:1-Führung für die Germania abschloss (26.). Im weiteren Verlauf erarbeiteten sich die Germanen weitere Chancen, welche aber alle nicht im Gehäuse von Akman untergebracht werden konnten. Vor allem die linke Seite mit Legacinskas und Keroglidis zeigte sich stark formverbessert und bereitete der Abwehr der Hausherren immer wieder Probleme. Des Weiteren scheiterten Baehr, Hayirli und Keroglidis mit ihren direkten Freistößen als auch Garofalo, Hayirli und Simeonidis aus dem Spiel heraus. Alles in allem eine sehr starke Mannschaftsleistung in der ersten Halbzeit, die zeigte, was die Mannschaft zu leisten im Stande ist, wenn sie sich auf ihre Stärken besinnt.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigten die Germanen so gleich, dass sie den Gegner nicht mit dem Schwung der Halbzeitpause zurück ins Spiel kommen lassen. So hatte man in den ersten 15 Minuten der zweiten 45 Minuten das Spiel sicher in der Hand, hörte dann aber ab der 60. Minute auf Fußball zu spielen. Aber anstatt wie noch in Vorrunde besannen sich die Mannen vom Ellental auf die Alternativen zum schönen Spiel: „kratzen, kämpfen, beißen“. Mit der notwendigen Gegenwehr und einigen taktischen Fouls wurde das letzte Aufbäumen der Hausherren unterdrückt.

Nach dieser Schwächephase drückten die Germanen dann auf die endgültige Entscheidung. In der 79. Minute machten dann die Joker das Spiel klar. Hernández Cabrera schickte seinen kurz zuvor eigewechselten Landsmann Padilla Navarro rechts in den Strafraum. Dieser nutzte seinen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber der Kaman-Abwehr und konnte unbedrängt am Fünfer quer legen. Joker Lamp hatte in der Mitte alle Zeit der Welt, um den Ball anzunehmen und im Gehäuse der Gastgeber unterzubringen – 1:4 und die Entscheidung für die Germanen. Der ebenfalls eingewechselte Sperr verpasste es kurz darauf, sich mit einem drop kick ebenfalls in die Torschützenliste einzutragen (85.). Den Schlusspunkt setzte in der 90. Minute der überragende Pablo „la máquina“ Hernández Cabrera, der – wieder herausragend von Baehr angespielt – dem Torhüter im 1:1 keine Chance ließ und humorlos zum 1:5-Endstand einschob.

Ein starker Auftakt für die Germanen, die sich auch von einer kürzeren Schwächephase nicht verunsichern ließen und sich seit langem endlich einmal wieder auf ihre Stärken konzentrierte und den Gegner zu keiner Zeit wirklich ins Spiel kommen ließ. Ein guter Auftritt, auf den man am kommenden Wochenende aufbauen kann und muss, will man im Derby den TSV Kleinsachsenheim schlagen. Anpfiff ist am Sonntag, den 22.03.15, um 15 Uhr in Kleinsachsenheim

 

Es spielten: Röcker – Akgül, Dürl, Tänzer, Keroglidis – Baehr, Simeonidis (80. Sperr), Garofalo, Legacinskas (72. Padilla Navarro) – Hayirli (66. Lamp), Hernández Cabrera

 

Tore:

1:0 Atlihan (10.)
1:1 Hayrili (13.)
1:2 Hernández Cabrera (16.)
1:3 Hernández Cabrera (26.)
1:4 Lamp (79.)
1:5 Hernández Cabrera (90.)

Germania schafft Befreiungsschlag im letzten Spiel des Jahres gegen die SpVgg Besigheim II

14.12.14

Besigheim - Mit einem verdienten 1:5-Auswärtserfolg in Besigheim schafften die kleinen Germanen einen versöhnlichen Jahresabschluss und bringen so wieder Luft zwischen sich und die Abstiegszone.
Unterstützt wurden die Mannen des Duos Zinfollino/Dürl von 5 Spielern aus der Ersten, die alle freiwillig um ihren Einsatz gebeten haben. In der Immenverteidigung startete Erkan Olgun neben Dürl. Sein Bruder Gökan bildete mit Felger das Zentrum. Kraut übernahm den rechten Flügel und Norman Röcker sollte in vorderster Front für Gefahr sorgen.

In den ersten Minuten entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, bei dem die Besigheimer zwar aktiver, aber nicht gefährlich waren. Die Germanen machten es nach x Minuten in Person von Sperr dann besser. Kraut legte auf dem rechten Flügel für den aufgerückten Tänzer auf, der mit seiner Flanke Sperr am linken Fünfereck. Nach einer starken Ballannahme hatte er den Ball auf seinem rechten Fuß, den er jedoch - wie allseits bekannt, nur hat, um nicht umzufallen. Anstatt also den Ball mit dem schwachen Fuß zu spielen, drehte er sich elegant um seinen Gegenspieler und verwandelte mit seinem Linken flach ins kurze Eck - das erste Tor für die Germanen für Sperr nach seinem Wechsel im Sommer und einiger Verletzungspausen.

Anschließend spielten nur noch die Germanen, die Besigheimer beschränkten sich auf Wortgefechte mit dem Unparteiischen, der in seinen Entscheidungen jedoch meist richtig lag. In der 29. Minute war es dann Gökan Olgun der in seiner Heimatstadt das 0:2 besorgte. Wieder war es Tänzer, der den Ball von rechts ans linke Fünfereck brachte. Dort stieg Röcker zum Kopfball hoch, doch anstatt aufs Tor zu köpfen, legte er auf Olgun ab und dieser nahm den Ball volley und mit vollem Risiko, was sich auch auszahlte: Zwischen Ball und Pfosten passte kein Blatt mehr (29.) - ein Tor der Marke "Tor des Monats"!

Innerhalb der nächsten 7 Minuten folgte dann die Entscheidung. Erst kam N. Röcker rechts im Strafraum zum Abschluss und verwandelte sicher flach ins linke Eck zum 0:3 (31.). Kurz darauf schaltete Tänzer bei einem Einwurf schnell und warf das Spielgerät in den 16er auf den gestarteten Kraut der problemlos auf 0:4 erhöhen konnte (36.).

Mit dem dieser 0:4-Pausenführung ging es dann in die zweiten 45 Minuten. Die Germanen gaben weiterhin Vollgas, doch es sollte zunächst kein weiteres Tor fallen. Dem Gehäuse der Besigheimer am Nächsten kam Sperr, der von der linken Eckfahne den Ball in Richtung Tor schaufelte - irgendwo zwischen Flanke und schlitzohrigem Torschuss - das Spielgerät touchierte jedoch nur die Querlatte (52.). Weitere gute Chancen in der zweiten Halbzeit ließen Röcker, mehrmals der sehr agile Kraut und Erkan Olgun mit einem "Jens-Jeremis-Gedächtnis-Freistoß" (aus 20 Metern über den Fangzaun) aus. Lediglich der junge Ödemis traf aus 15 Metern zu seinem 6 Saisontor und ist damit der beste Schütze der Germanen-Hinrunde (74.)
Einziger Wermutstropfen an diesem Tag war der Ehrentreffer der Gastgeber in der 90. Minuten, als Metzger bei einem Konter Torhüter Dennis Röcker überwand. Für den Torhüter - vermutlich der einzige Germane in der Hinrunde mit konstant guter Form - wieder ein Spiel, dass man ihn nicht zu Null spielen ließ.

Trotzdem ein versöhnlicher Jahresabschluss für die Zweite, die ihren Ansprüchen hinterherhinkt. Die mangelnde Punktausbeute ist dabei jedoch weniger dem fußballerischen Können geschuldet sondern einer nicht vorhanden Konstanz. Während in der C-Klasse 20-30 Minuten guter Fußball reichte, wird in der B-Klasse jedes Nachlassen vom Gegner bestraft. Positiv - jedoch beim Blick auf die Tabelle umso bitterer - ist, dass die Germanen mit jedem anderen Verein mithalten, die Ergebnisse aber nicht einfahren konnten.

Es spielten: D.Röcker - Tänzer, Dürl, E.Olgun, Simeonidis (82. Baehr) - Kraut, Felger, G.Olgun, Sperr (57. Akgül) - Röcker, Ödemis (74. Kreibich)

Tore:
0:1 Sperr (9.)
0:2 G.Olgun (29.)
0:3 N.Röcker (31.)
0:4 Kraut (36.)
0:5 Ödemis (74.)
1:5 Metzger (90.)

Germania II nach Niederlage im Derby gegen Hellas II weiter in der Abwärtsspirale

07.12.2014

Bietigheim – Nach 3 Niederlagen am Stück – eine davon das 1:2 im Hinspiel gegen Hellas – wollten die Mannen von Zinfollino und Dürl im Ellental-Derby das Ruder rum reißen und wieder zurück in die Erfolgsspur finden. Unterstützt wurden sie dabei von Schockenhoff, Pristl sowie Hayrili aus der ersten Mannschaft.

Nach 7 Minuten die erste Chance des Spiels für die Hausherren. Garofalo hebt einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld auf den zweiten Pfosten, wo Tänzer den Ball um Haaresbreite verpasst. Der Innenverteidiger stand wenige Minuten später erneut im Fokus, dieses Mal aber auf der anderen Seite. Nachdem sich Tänzer gegen seinen direkten Gegenspieler behaupten und den Ball nochmals „hinten rum“ spielen konnte, wurde er sofort wieder angespielt und sein Befreiungsschlag wird von einem von drei direkten Gegenspielern abgefangen. Dieser vernaschte dann noch zwei Germanenverteidiger und netzte dann von der Strafraumkante zum 0:1 ein (10.)

Die restliche erste Halbzeit standen beide Abwehrreihen sehr sicher und Chancen waren Mangelware auf beiden Seite. Lediglich Schockenhoff hatte mit einem Kopfball nach einer Ecke noch die große Chance zum Ausgleich gegen seinen Ex-Verein doch Hellas-Keeper Vinski konnte den Ball klären.

Zur Halbzeit stellten die Germanen dann um: der müde wirkende Hayrili verließ für Legacinskas das Feld, der seine angestammte Position auf dem linken Flügel übernahm. Von dort rückte Sperr ins Zentrum und Ödemis ging eine Position nach vorne in die Spitze. Dieser Wechsel sollte sich sofort auszahlen. In typischer Manier ging Legacinskas die linke Seite runter. Im ersten Zweikampf konnte er sich – trotz leichten Foulspiels des Gegners – behaupten, wurde dann aber im Strafraum umgerissen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Simeonidis souverän zum Ausgleich (49.)

In der Folgezeit übernahmen die Germanen gegen müder werdende Hellenen das Spielgeschehen. Vor allem Sperr war anzumerken, dass er nach längeren Verletzungspausen immer besser in Tritt kommt. Der Ex-Höpfigheim ging viele Wege und war dabei immer anspielbar und zeigte, dass er auf seiner angestammten Position im zentralen Mittelfeld mehr als nur eine gute Alternative sein kann.

Wie so oft im Fußball rächte sich das Auslassen eigener Großchancen durch Legacinskas, Ödemis sowie Sperr und man kassierte 10 Minuten vor Abpfiff das zweite Gegentor. Pristl kam 20 Meter, zentral vor dem Tor gegen Ex-Germanen Theodoridis zu spät. An den vom eingewechselten Lamnek stark getretenen Freistoß kam Röcker nur mit den Fingerspitzen ran und der Ball schlug im Winkel ein – 1:2, der Endstand (79.).

Spielerisch war die zweite Hälfte durchaus ein Schritt in die richtige Richtung. Grundlegendes – was die letzten Wochen gefehlt hat – war wieder vorhanden: Laufbereitschaft, Einsatz, Emotionen. Das man kurz vor Schluss anstatt selbst zu gewinnen eine Niederlage einstecken muss, passt zur aktuellen Situation der kleinen Germanen, bei denen zurzeit jede enge Aktion zu Gunsten des Gegners ausfällt: gefühlt jeder Pressschlag, jeder Querschläger und jeder Abpraller landet bei einem Gegenspieler. Oder um es mit den Worten von Weltmeister Andreas Brehme zu sagen:

„Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß!“

 

Es spielten: Röcker – Schockenhoff (77. Akgül), Dürl, Tänzer, Pristl – Simeonidis, Garofalo – Staiger (27. Baehr), Ödemis, Sperr – Hayrili (46. Legacinskas)

Tore:

0:1 Shala (10.)

1:1 Simeonidis (49., Strafstoß)

1:2 Lamnek (79.)

Germania II gelingt fast Überraschungserfolg gegen Spitzenreiter NK Croatia Bietigheim.

19.10.2014

Metternzimmer – Im Derby in Metternzimmern traf man auf den aktuellen Spitzenreiter und Aufstiegsfavorit NK Croatia Bietigheim, der bisher eine fast makellose Bilanz aufweisen kann: lediglich ein Unentschieden steht fünf Siegen in den bisherigen 6 Partien gegenüber. Croatia mag diese Siege vielleicht nicht mit der größten fußballerischen Kunst eingefahren haben, aber dank der physischen Überlegenheit und einem perfekt auf die Stärken der Mannschaft zugeschnittenem Offensivkonzept steht der Nachbarverein verdient an der Spitze der B6. Bei aller Offensivstärke ist der Spitzenreiter jedoch in der Defensive anfällig bei schnellem Umschaltspiel. Dies wollte man sich zunutze machen. Aus einer massiven Defensive mit einer flexiblen Fünferkette sowie einem kompakten 3er-Mittelfeld wurden die beiden schnellen und ballsicheren Stürmer Jerry Torres Alcantara und Philipp Lucius immer wieder steil geschickt.

Schon nach 8 Minuten lag die Sensation in der Luft, als der Ball zum ersten Mal im Tor der Gastgeber zappelte. Nach einem Eckball von Alexander Haiber und etwas Durcheinander im Strafraum kam der Ball nochmals zum Kapitän der ersten Mannschaft auf den linken Flügel, der abermals eine lange Flanke in den Sechszehner schlagen durfte. Dort kam am halbrechts Außenverteidiger „die Wade“ Keroglidis zum Abschluss und drosch das Spielgerät unhaltbar flach ins lange Eck.

In der Folgezeit entwickelte sich ein intensives Spiel im Mittelfeld, aus dem sich wenige Chancen für beide Teams ergaben. Lediglich Lucius wurde einmal zentral steil geschickt, legte den Ball aber sowohl am Torwart als auch am Tor vorbei (25.). Die nächste Chance nutzte der agile Neuzugang dann aber: nach einem Freistoß bekam die Croatia-Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Lucius konnte den Ball ins Tor stochern – 0:2 (34.). Nur wenig Minuten später stand Lucius wieder im Mittelpunkt, nach schönem Zuspiel von Simeonidis setzte er sich auf dem rechten Flügel stark durch und brachte den Ball von der Grundline flach in den Strafraum, wo zunächst Torres Alcantara verpasst und Hernández Cabreras Schuss von einem Verteidiger auf der Linie geklärt wurde. Letztendlich setzte dann Haiber den Nachschuss über das Gehäuse von Leteriello (38.).

Im Gegenzug kamen die Hausherren dann zum Anschlusstreffer. Nach einem Freistoß kam Botic relativ ungehindert zum Ball und ließ sich diese Chance aus kurzer Distanz nicht nehmen (41.). Statt mit einem möglichen 0:4 ging man somit nur mit einer 1:2-Führung in die Pause.

Wenige Minuten nach Wiederanpfiff dann der Ausgleich für die Gastgeber mit einem Tor der Marke „Tor des Monats“. Nach einem Standard schoss Botic den „zweiten Ball“ von der Strafraumkante per Seitfallzieher in den Winkel (49.). Ein wunderschönes Tor, das jedem Fußballfan das Herz höher schlagen lassen müsste, jedoch für die Germanen zur Unzeit kam. Der Anschluss kurz vor und Ausgleich direkt nach der Halbzeit fielen laut einem Fußballphilosophen „zum psychologisch ungünstigsten Zeitpunkt. Aber man muss an dieser Stelle auch einmal die Frage stellen, ob es Gegentore gibt, die zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt fallen.“

Die restliche zweite Halbzeit drückte der Tabellenführer auf das entscheidende Tor, die Germanen blieben jedoch bei Kontern gefährlich. In dieser Phase zeigten vor allem die drei Innverteidiger eine kompromisslose Zweikampfführung gegen physisch starke Gegenspieler. Letztendlich gelang aber es keiner der Mannschaften, noch ein weiteres Tor zu erzielen und es blieb beim leistungsgerechten Unentschieden. Ob man sich nun über den gewonnen Punkt freuen oder – vor allem nach dem Auftritt der ersten 45 Minuten – sich über mögliche aber nicht geholte 3 Punkte ärgern soll, war bei Abpfiff keinem so richtig klar.

Alles in allem ein guter Auftritt der Mannschaft beim Spitzenreiten, auf dem man aufbauen kann, um in den nächsten Partien wieder die volle Punktzahl einfahren zu können.

 

Es spielten: Röcker – Keroglidis (90+1. Hernández Cabrera), Tänzer (82. Lamp), Dürl, Staiger, G. Olgun – Simeonidis (89. Lucius), Haiber, Hernández Cabrera (72. Heidel) – Lucius (63. Hayrili), Torres Alcantara

 

Tore:

0:1 Keroglidis (8.)

0:2 Lucius (34.)

1:2 Botic (41.)

2:2 Botic (49.)

 

Germania II kann Abwärtstrend auch in Unterriexingen nicht stoppen

07.10.2014

Unterriexingen – Im Nachholspiel trat die Zweite der Germania am Dienstagabend gegen den TSV Unterriexingen II an. Letztes Jahr holte man in den beiden Partien 4 Punkte bei 5:2 Toren, konnte den TSV’lern aber trotzdem nicht die Meisterschaft entreißen. Nachdem sich die Germania über die Relegation ebenfalls in die Kreisliga B gekämpft hatte, trafen nun die beiden Aufsteiger aufeinander.

Wie üblich bei Spielen unter der Woche, gab es einige Ausfälle und so wurde wieder einmal eine andere Elf aufs Feld geschickt – mit dabei Pablo Hernández Cabrera und Daniel Klingler aus der ersten Mannschaft. Im 4-2-3-1-System setzten die Verantwortlichen auf ein spielstarkes Zentrum und schnelle Außen. Der Plan ging zunächst aus und so hatte Rechtsaußen Baehr nach einem schnellen Spielzug über rechts nach 10 Minuten die erste Halbchance der Partie. In den kommenden 10 Minuten übernahmen die Gäste das Kommando im Mittelfeld, doch wie so oft wurden trotz Übergewicht keine Chancen kreiert oder gar Tore erzielt. Ganz im Gegensatz dazu die Hausherren: ihren ersten gefährlichen Angriff in der 21. Minute verwerteten sie sofort zur Führung. Auf seinem rechten Flügel setzte sich Lukas Glaser stark durch und seine Rückgabe von der Grundlinie konnte Trainer Zinfollino, der aufgrund der Ausfälle das Tor hüten musste, nur in die Mitte abwehren. Dort kam Manuel Mathes frei zum Abschluss und ließ sich diese Chance nicht entgehen. Wieder ein Gegentor, das bei konsequentem Verteidigen sicherlich vermeidbar gewesen wäre.

In der Folgezeit übernahmen die Unterriexinger die Kontrolle über die Partie und bestimmten das geschehen. Die Germanen hatten zwar optisch immer noch ein Übergewicht im Mittelfeld, doch entwickelten sich daraus keine Chancen und durch individuelle Fehler kamen die Hausherren immer wieder gefährlich vor das Gehäuse von Zinfollino. Nach einer Stunde wurde der Spielertrainer dann ein zweites Mal überwunden – woran er unstrittig den größten Anteil trug. Bei einer Freistoßflanke aus dem Halbfeld aus über 35 Metern von Tim Röcker kam der Torhüter ein paar Schritte aus dem Tor. Doch der Ball wurde länger und länger und senkte sich hinter Zinfollino ins lange Eck – 2:0 für die Hausherren.

Nun warfen die Gäste nochmals alles nach vorne und nur fünf Minuten später spielte Keroglidis bei einem Freistoß Hernández Cabrera im Strafraum an, der – von der noch unsortierten TSV-Abwehr sträflich allein gelassen – aus kurzer Distanz zum Anschlusstreffer kam (65.). Im Anschluss ergab sich ein offener Schlagabtausch mit den besseren Chancen auf Seiten der Unterriexinger, welche jedoch vereitelt werden konnten.

In der 93. Minuten rückte dann alles Sportliche weit in den Hintergrund. Hernández Cabrera nahm einen langen Ball am TSV-Strafraum an und wurde von Dominic Reiter attackiert – eigentlich ein harmloses Foulspiel, wie es im Fußball eben passiert, dass der überragende  Schiedsrichter Eisele auch sofort pfiff. Doch der Pfiff wurde schon von den Schmerzensschreien des Verteidigers übertönt. Schnell war klar, dass es sich hier um etwas Ernsteres handelt. Schlussendlich wurde Reiter vom herbeigerufenen Krankenwagen und Notarzt abtransportiert. Leider bestätigten sich die ersten Befürchtungen – Schienbeinbruch! Der SV Germania Bietigheim wünscht dem Verletzten gute Besserung, einen schnellen und komplikationsfreien Heilungsverlauf sowie eine baldige Rückkehr auf den Rasen!

Nach fast 30-minütiger Unterbrechung trat der gefoulte Hernández Cabrera zur Ausführung des fälligen Freistoßes an. Leicht von der Mauer abgefälscht verfehlte der Ball nur knapp das Gehäuse von Müllner, der vermutlich machtlos gewesen wäre. In den letzten anderthalb Minuten warfen die Germanen nun alles nach vorne. Selbst Torhüter Zinfollino warf sich im gegnerischen Strafraum in die Bälle. Letztendlich nutzte aber alles nichts mehr und Stand mit leeren Händen da.

Am kommenden Sonntag gastiert der noch punktlose TSV Bönnigheim II im Ellental – an sich der genau richtige Gegner, um nach drei sieglosen Spielen wieder drei Punkte einzufahren. Anpfiff ist wie gewohnt um 13:15 Uhr

 

Es spielten: Zinfollino – Simeonidis, Dürl (75. Baehr), Klingler, Keroglidis – Tänzer, Garofalo (40. Sperr) – Baehr (50. Legacinskas), Hernández Cabrera, Padilla Navarro (30. Staiger) – Lamp

 

Tore:

1:0 Mathes (21.)

2:0 Röcker (60.)

2:1 Hernández Cabrera (65.)

 

Besondere Vorkommnisse: 30-minütige Spielunterbrechung aufgrund Verletzung.

 

SV Germania II dreht die Partie gegen den TSV Kleinsachsenheim und holt den nächsten Dreier

14.09.2014

Bietigheim – Am Sonntag empfing die kleine Germania den letztjährigen Tabellenzweiten TSV Kleinsachsenheim zum Derby. Nach einer Schweigminute für den kürzlich verstorbenen Abteilungsleiter der Kleinsachsenheimer begann das Spiel, bei dem Coach Zinfollino nach seinem Urlaub das erste Mal in dieser Saison wieder an der Seitenlinie stand. Zunächst war der TSV feldüberlegen, bei denen Carmona als hängende Spitze immer wieder zwischen die Linien der Germania rückte und somit Lücken im Deckungsverbund erzeugte. Letztlich waren aber alle gefährlichen Bälle eine sichere Beute für Schlussmann Röcker. Auf der Gegenseite hatten die Hausherren bei einem schnellen Konter die große Chance zur Führung. Der steil geschickte Padilla Navarro legte im 16er quer, der mitgelaufene Keroglidis, der in diesem Spiel zunächst im linken Mittelfeld agierte, ließ noch seinen Gegenspieler aussteigen, doch schloss dann zwar hart, aber zentral ab, so dass Gäste-Keeper Schäfter klären konnten. Vorrausgegangen war eine passive Abseitsstellung von Lamp, welche Schiedsrichter Enes Yurtsever schön weiterlaufen ließ. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte spielte sich der Großteil des Geschehens im Mittelfeld ab, in dem beide Mannschaften ein starkes Pressing zeigten. Die wenigen Bälle, die aus dem Mittelfeld in die Spitze gelangten wurden von den Abwehrreihen und Torhütern abgefangen. Lediglich bei einem Konter der Hausherren schaffte es ein TSV-Verteidiger beim Klärungsversuch den eigenen Schlussmann zu überlupfen; das Spielgerät hüpfte aber am Tor vorbei. Mit einem torlosen 0:0 ging es in die Halbzeitpause.

Bis auf die (berechtigte) gelbe Karte für Pristl, der bei einem Freistoß TSV-Schlussmann Schäfter umrannte, waren die ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte – ähnlich der ersten – von intensiven Duellen im Mittelfeld geprägt. Dann jedoch glänzte der bis dahin sehr gut leitende Unparteiische Yurtsever mit einem unberechtigten Elfmeterpfiff für den TSV Kleinsachsenheim. Bei einem Freistoß hatte sich Carmona mit vollem Gewicht immer mehr in SVG-Kapitän Wochele gelehnt und war letztendlich „einfach umgekippt“. Der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt und Wochele den gelben Karton. Den fälligen Strafstoß verwandelte der „Gefoulte“ unhaltbar für Keeper Röcker (65.).

Doch die Germanen zeigten mit ihrer „Jetzt-erst-recht“-Einstellung innerhalb weniger Minuten die richtige Antwort. Ein Spielzug über die drei Eingewechselten Baehr, Legacinskas und Ödemis sorgte für den Ausgleich. Baehr eroberte auf rechts den Ball und spielte nach einem Sprint quer auf Ödemis, welcher den Ball im genau richtigen Moment auf Legacinskas durchsteckte. Der Shootingstar der letzten Saison erreichte das Spielgerät kurz vor dem heraus eilenden Schlussmann der Kleinsachsenheimer und hob dieses über ihn hinweg. Im Anschluss daran hat der flinke Linksaußen im Zweikampf gegen zwei Verteidiger den Ball „irgendwie ins Tor gestochert“ (Zitat Legacinskas) – der verdiente Ausgleich (69.)

Mit dem Ausgleich übernahmen die Germanen auch die Kontrolle auf dem Feld gegen kräftemäßig nachlassende Gäste. Dies war vor allem daran zu erkennen, dass nahezu jeder „zweite Ball“ bei den Hausherren landete. In der Schlussphase glänzte vor allem Kapitän Wochele, der wieder einmal Kilometer für Kilometer auf und ab marschierte und seine Mannen immer weiter antrieb. In der 78. Minute hätte eine knifflige Situation dennoch die Entscheidung für die Gäste bringen können. Nach einem Freistoß krachten Carmona und Röcker zusammen – die TSV’ler forderten voll verständlich einen weiteren Strafstoß, doch der Unparteiische hatte richtig erkannt, dass Röcker eindeutig zuerst den Ball weggefaustet hatte. In der 81. Minute dann die Erlösung für die Germanen: Wochele ließ vor dem Strafraum zwei Kleinsachsenheim stehen und bediente Sturmtank Lamp, der gegen die ehemaligen Kollegen sein viertes Saisontor erzielte.

 

Es spielten: Röcker – Simeonidis (60. Baehr), Staiger, Pristl, Sperr – Wochele, Müller (53. Ödemis) – Padilla Navarro (67. Legacinskas), Garofalo, Keroglidis – Lamp

Tore:

0:1 Carmona (65., FE)

1:1 Legacinskas (69.)

2:1 Lamp (81.)

SV Germania Bietigheim II schafft fast die Pokalsensation gegen den TSV Kleinglattbach – und verliert letztendlich doch deutlich mit 1:4

03.09.2014

Bietigheim – Zur ersten Pokalrunde empfing die zweite Mannschaft den A-Ligisten TSV Kleinglattbach. Teammanager Kissinger, der wieder das Trainer-Duo Zinfollino-Dürl vertrat, musste kurzfristig auf Kapitän Wochele verzichten, konnte dafür aber mit Fabian Sperr auf einen weiteren Neuzugang zurückgreifen.

Wer erwartet hatte, dass der A-Ligist seine Favoritenrolle übernehmen würde, hatte sich getäuscht. Selbst der FC Chelsea hatte im Vergleich mit den Gästen in den letztjährigen CL-Halbfinals ein Offensivfeuerwerk abgebrannt. So hatten die Germanen in der eigenen Hälfte viel Platz, um das eigene Spiel aufzuziehen, während alle gegnerischen Feldspieler sich auf den Raum zwischen Strafraum und Mittellinie konzentrierten und auf Konter lauerten. Nach wenigen Minuten hatte Youngster Ödemis mit einem Distanzschuss beinahe die Führung für die Hausherren erzielt. Doch der Ball, bei dem Ex-Germane Linder machtlos gewesen wäre, strich knapp vorbei. Im Gegenzug nutzten die Kleinglattbacher ihre erste und einzige echte Chance der ersten Halbzeit: Nach einem Ballverlust im Mittelfeld dürfte ein TSV-Akteur einige Meter unbehelligt in die Germanen-Hälfte eindringen und steckte im richtigen Moment auf den gestarteten Dixon durch, der dem heraus eilenden Höpfler mit einem Lupfer keine Abwehrchance ließ (9.)

Die Germanen schüttelten den Schock jedoch schnell ab und nach wenigen Minuten gelang der Ausgleich. Innenverteidiger Tänzer setzte mit einem überragenden langen Ball Baehr ein, der im Strafraum den Ball annehmen, seinen Gegner aussteigen lassen und das Spielgerät im kurzen Eck versenken konnte – ein herrliches Tor (15.).

In der Folgezeit verflachte die Partie etwas. Die Gäste spielten weiterhin extrem defensiv und lauerten auf Konter, von denen sie jedoch keinen zu Ende spielen konnten. Die Germanen hatten hingegen teilweise über 80% Ballbesitz, taten sich gegen den tiefstehenden Gegner jedoch so schwer. Lediglich nach einigen schönen, schnellen Spielverlagerungen kamen Baehr und Heidel zu Chancen, konnten diese aber nicht nutzen und so ging es mit dem Stand von 1:1 in die Halbzeit.

In der zweiten Hälfte zeigte sich das gleich Bild: die Hausherren waren feldüberlegen, doch die Gäste nutzten ihren zweiten Schuss aufs Tor nach einer Fehlerkette der Germanen zum 1:2-Führungstor. Nach einem Einwurf in der eigenen Hälfte verloren die Germanen den Ball auf Höhe des Strafraums. Rother durfte in die Mitte ziehen und wurde von den Verteidigern nicht am Schuss gehindert, welcher schließlich neben dem sich umsonst streckenden Höpfler ins Netz ging. (55.)

Die Germanen gaben sich jedoch nicht auf und versuchten nochmals das Spiel zu drehen, schafften es aber nicht den Ball im Gehäuse von Linder unterzubringen. Die beste Chance hatte Garofalo mit einem direkten Freistoß, der knapp neben das Tor ging. Nach einem Foul an Lamp im Strafraum entschied der indisponierte Schiedsrichter Efthimios Chouridis entschied zum Entsetzten der Germanen auf Abseits. Eine mehr als fragwürdige Entscheidung.

Als die Germanen in den letzten 10 Minuten die Viererkette auflösten, nutzten die Gäste sofort den sich ergebenden Raum. Bei einem Konter konnte Garofalo seinen Gegner nur noch per Foul im eigenen Strafraum stoppen. Gutjahr verwandelte den fälligen Elfmeter souverän zum 3:1 (83.). Nur zwei Minuten später nutzten die Kleinglattbacher einen weiteren Konter zum Doppelschlag und Rother markierte mit seinem zweiten Tor das 1:4 (85.) Die Gastgeber warfen nun noch mal alles nach vorne, es war jedoch wie verhext, der Ball wollte einfach nicht über die Linie: der eingewechselte Legacinskas scheiterte mit einem schönen Distanzschuss denkbar knapp (86.), der ebenfalls eingewechselte Ersan versprang ein gutes Zuspiel von Simeonidis im Strafraum (87.) und Lamp bekam nach einer Flanke von Sperr nur die Haarspitzen an den Ball (90.).

Letztendlich verlor eine starke Germanen-Elf gegen clevere Gäste mit 1:4. Ein Ergebnis, dass das Spiel in keinster Weise repräsentiert. Am kommenden Wochenende ist die zweite Mannschaft spielfrei. Am Sonntag, den 14.09, empfängt man dann um 13:15 Uhr den Nachbarn vom TSV Kleinsachsenheim im heimischen Ellental.

 

Es spielten: Höpfler – D. Weber (64. Simeonidis), Tänzer (83. Wiemann), Pristl, Keroglidis (64. Ersan) – Ödemis, Garofalo – Heidel (46. Legacinskas), Sperr, Baehr (76. Tasgin) – Lamp

 

Tore:

0:1 Dixon (9.)

1:1 Baehr (15.)

1:2 Rother (55.)

1:3 Gutjahr (83., Foulelfmeter)

1:4 Rother (85.)

 

Erfolgreicher Saisonstart für die zweite Mannschaft – Hattrick für Neuzugang Lamp

30.08.2014

Bietigheim – Strahlend blauer Himmel, Pferdemarktsamstag, Derby gegen FV Sönmez Spor Bietigheim, Saisonstart. Es war alles angerichtet für die neue Saison in der Kreisliga B6. Aufgrund der urlaubsbedingten Abwesenheit des Trainerduos Zinfollino-Dürl stand erstmals Teammanager Kissinger als Interimstrainer an der Seitenlinie. Neben Dürl und Zinfollino musste Kissinger auf eine Reihe weiterer Spieler verzichten: mit Baydaoui (krank), Ersan (Rückstand), Hayirli (verletzt), Kettenacker (verletzt), König (Freigabe), Müller (Urlaub), Sperr (Freigabe), Staiger (verletzt), D. Weber (krank) und Wiemann (privat) standen damit in Summe sage und schreibe 12 Spieler nicht zur Verfügung.

Trotz der vielen Ausfälle und dank der Unterstützung durch den reaktivierten Marcel Weber und Jerry Torres aus der ersten Mannschaft konnte dennoch eine schlagkräftige Truppe aufgeboten werden. Im 4-4-1-1 kam mit Kai Lamp einer der Neuzugänge sogleich von Beginn an zum Zuge. In einer neuen Rolle startete der vor 2 Jahren noch als Stürmer spielende Tänzer als Innenverteidiger neben M. Weber.

Das Spiel war in den ersten Minuten etwas zerfahren. Den Germanen war anzumerken, dass sie seit 3 Wochen kein Testspiel mehr bestritten hatten. Sönmez hingegen hatte aufgrund der Urlaubszeit nur eine Rumpftruppe aufbieten können, die vor allem über den Kampf und lange Bälle versuchte, ins Spiel zu kommen. So dauerte es eine Weile, bis die Germania mit sauberem und schnellem Aufbau besser ins Spiel kam. Die erste Großchance konnte dann auch gleich genützt werden: Linksverteidiger Keroglidis spielte nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte einen schönen, öffnenden Pass auf Heidel auf dem rechten Flügel. Dieser Drang in den Sechszehner ein und legte quer auf den mitgelaufenen Lamp, welcher nur noch einzuschieben brauchte – 1:0 (16.)

In der Folgezeit bestimmten die Germanen zwar das Geschehen mit Mittelfeld, schafften es aber zu selten, den entscheidenden Ball beim Mitspieler zu platzieren. So kamen Heidel, Keroglidis und Legacinskas lediglich zu einigen Halbchancen. Ende der zweiten Hälfte dann ein kurze Schockmoment für beide Teams: nach einem langen Ball krachten Lamp und Gästekeeper Bunsuz zusammen. Glücklicherweise konnten beide das Spiel fortsetzen.

In der Halbzeit ersetzte Ödemis Torres, der anschließend noch zur ersten Mannschaft musste. In der Folgezeit prüften Keroglidis und eben Ödemis Gästetorwart Bunsuz mit zwei schönen Distanzschüssen, welche dieser aber entschärfen konnte. Das 2:0 gelang dann Heidel, der vor dem Strafraum schön freigespielt wurde und mit seinem Schuss Bunsuz überwinden konnte (69.). Weitere gute Chancen wurde leider nicht genutzt. Zunächst scheiterte Padilla Navarro nach einem Garofalo-Freistoß per Kopf, anschließend schaffte es der Tormann der Gäste einen Pass von Lamp kurz vor dem einschussbereiten Spanier zu klären.

Wie so oft im Fußball rächte sich das Auslassen dieser Chancen und der FV Sönmez kam nach einer Unstimmigkeit in der Germanen-Hintermannschaft zum Anschlusstreffer (74.). Die nächsten Minuten gehörten dann den Gästen und die kleine Germania hatte – vor allem bei einer Abseitsentscheidung des sonst fehlerfrei leitenden Unparteiischen Pfeiffer – Glück, dass nicht der Ausgleich fiel. Die erste Konterchance nach 5 Minuten „schwimmender Abwehrarbeit“ nutzte jedoch Lamp auf Pass von Heidel und stellte den alten 2-Tore-Vorsprung wieder her (80.)

Nun war die Gegenwehr der Gäste gebrochen, bei denen nach aufopferungsvollem Kampf merklich die Kräfte nachließen. Lediglich einen gefährlichen Fernschuss musste Schlussmann Röcker mit einer Glanzparade aus dem Winkel fischen. Die Germanen verteidigten nun geschickt und konnten noch zwei weitere Konter nutzen. Zunächst zeigte der Schiedsrichter seine ganze Klasse, als er nach einem langen Ball von Heidel erkannte, dass Legacinskas im Kopfballduell nicht den Ball spielte und der gestartete Lamp somit nicht im Abseits stand. Der bullige Neuzugang nutzte auch diese Gelegenheit und schnürte im ersten Spiel für seinen neuen Verein sofort einen Hattrick (84.). Den Schlusspunkt setzte Baehr, der nach einem schönen Konter über Padilla Navarro und Wochele links im Strafraum an den Ball kam und mit einem platzierten Schuss ins lange Eck den Sack zumachte (89.).

Alles in allem ein starker Saisonauftakt der zweiten Mannschaft, die trotz unglücklicher Vorbereitung und einiger Ausfälle eine gute Leistung darbot und sich vom Gegner nicht mit Hektik anstecken ließ sondern die Ruhe bewahrte und sich auf das eigene Können verließ. Überragender Mann auf dem Feld war Kai Lamp der mit seinen drei Toren – allesamt auf Vorarbeit von Heidel – sowie seiner köperbetonten Spielweise eine echte Verstärkung für die Offensive der Germanen ist.

Am kommenden Mittwoch empfängt der SV Germania Bietigheim II den A-Ligisten TSV Kleinglattbach im heimischen Ellental um 19:30 Uhr zur ersten Pokalrunde. Das nächste Ligaspiel findet am 14.09.2014 statt. Um 13:15 Uhr empfängt man den TSV Kleinsachsenheim.

 

Es spielten: D. Röcker – Simeonidis (80. Heidel), Tänzer, M. Weber, Keroglidis (85. Wochele) – Heidel (75. Baehr), Wochele (60. Padilla Navarro), Garofalo, Legacinskas – Torres Alcantara (46. Ödemis) – Lamp

 

Tore:

1:0 Lamp (16.)

2:0 Heidel (69.)

2:1 Ak (74.)

3:1 Lamp (80.)

4:1 Lamp (84.)

5:1 Baehr (89.)

 

Regeltechnische Anmerkung der Redaktion: Seit dieser Saison dürfen in den Kreisligen B und C ausgewechselte Spieler wieder eingewechselt werden. In Summe dürfen wie gewohnt jedoch maximal nur 14 Spieler zum Einsatz kommen.

 

SV Germania Bietigheim II vor dem Saisonstart

Am kommenden Samstag, den 30.08.2014, um 14 Uhr startet auch die Zweite in die neue Saison. Nach der tollen Debütsaison in der Kreisliga C6 und dem Sieg im Relegationsspiel gegen den FC Mezopotamya Bietigheim spielt die Mannschaft von Trainer Zinfollino nun in der Kreisliga B6. Als Saisonziel gibt Co-Trainer Dürl das „Ankommen in der Liga“ vor. Positionsmäßig wird ein einstelliger Tabellenplatz angepeilt. Primär geht es jedoch vor allem darum, die Mannschaft insgesamt weiter zu entwickeln sowie im Einzelnen die Spieler so zu fördern, dass sie sich für die erste Mannschaft empfehlen können.

Nach einer durchwachsenen Vorbereitung, in der vier von sieben Testspielen ausgefallen sind, ist es momentan nicht abzusehen, wie der aktuelle Leistungsstand der Mannschaft ist. Auch nach den Abgängen der beiden Leistungsträgern Daniel Pristl (Germania I) und Joannis Theodoridis (SV Hellas II) sowie des fest eingeplanten Pablo Hernández Cabrera (ebenfalls Germania I) muss sich die Mannschaft erst noch neu finden. Zwar wurden die Abgänge gut kompensiert, es fehlt jedoch noch an der Feinabstimmung.

Zum Auftakt empfängt die Zweite zum Pferdemarktspiel den FV Sönmez Spor Bietigheim und startet somit gleich mit einem von drei Bietigheimer Derbys in die Saison. In diesem Spiel wird erstmals Teammanger Florian Kissinger die Geschicke der kleinen Germania lenken, da sich sowohl Trainer Zinfollino als auch Co-Trainer Dürl im Urlaub befinden. Neben dem Ausfall von Dürl muss Kissinger noch auf weitere Spieler verzichten. So fallen zum Saisonbeginn Enbiya Haiyrli, Tobias Kettenacker und Fabian Staiger verletzt aus. Die Mittelfeldspieler Pascal Müller und Can Tasgin befinden sich wie die Trainer noch im Urlaub. Noch nicht ganz sicher sind die Einsätze von Alexander Baehr, Jamal Baydaoui (beide angeschlagen), Volkan Ersan (Rückstand nach Urlaub) sowie von Christian König und Fabian Sperr (beide Freigabe).

Lesen Sie nun noch in einem kurzen Interview mit Teammanger Florian Kissinger, was er von der neuen Saison erwartet und wie er die Neuzugänge sieht.

 

Hallo Florian, du stehst vor deinem Trainerdebüt. Wie nervös bist du vor deiner Premiere und welche Erwartungen hast du?

Hallo, natürlich bin ich etwas nervös, aber ich würde es eher „positiv angespannt“ nennen. Und das bin ich mehr oder weniger vor jedem Spiel. Im Endeffekt ist es ja nichts großartig Neues. Ich habe ja schon oft genug alleine das Spiel von der Bank aus betreut, wenn die Trainer auf dem Feld standen. Dazu kommen auch noch einige Jahre Erfahrung als Jugendtrainer.

Vom Spiel selbst erhoffe ich mir natürlich 3 Punkte, um mit breiter Brust die kommenden Aufgaben anzugehen. Mal ehrlich, kann es besser kommen als einen Sieg zum Saisonauftakt im Derby am Pferdemarktsamstag?!

Damit hast du durchaus recht. Hoffen wir, dass ihr den Sieg holt und danach den Pferdemarkt genießen könnt. Fällt es dir nach all den Ausfällen (siehe oben) und der unglücklichen Vorbereitung nicht schwer, optimistisch in das erste Punktspiel zu gehen?

Natürlich war die Vorbereitung alles andere als glücklich mit den vielen ausgefallenen Spielen. Vor allem das letzte Testspiel gegen meinen Ex-Verein GSV Höpfigheim, das 1,5 Stunden vor Spielbeginn abgesagt wurde, hätte ich gerne nochmals dazu genutzt, mir einen Eindruck vom aktuellen Stand zu machen. Aber was will man machen…? Ebenso sieht es mit den Ausfällen aus. Es ist natürlich schade, dass so viele den Saisonstart verpassen, aber so ist es nun mal im Fußball. Wir werden trotzdem eine starke Mannschaft auf das Feld schicken können, die sich für einen Sieg zerreißen wird. Zudem besteht eventuell die Möglichkeit, die Mannschaft mit ein oder zwei Spielern aus der Ersten zu verstärken. Aber auch ohne diese Option halte ich uns für stark genug, die ersten drei Punkte zu holen.

Wer hat dich denn in der Vorbereitung am meisten überzeugt? Und wie machen sich die Neuzugänge? Kann man sie schon in der Startformation erwarten?

Generell muss ich sagen, dass sich die Mannschaft in den wenigen Spielen schon sehr gut präsentiert hat. Teilweise fehlt noch etwas die Ruhe in hektischen Situationen sowie vor dem Tor. Wir lassen einfach noch zu viele Chancen liegen.

Im Einzelnen hat mich bis zu seiner Verletzung Alex Baehr überrascht. Ihn kenne ich ja noch aus gemeinsamen Höpfigheimer Tagen und ich war mir schon immer seines Potentials bewusst, aber in diesem Sommer scheint es endlich „Klick“ gemacht zu haben. Seine Laufwege haben sich extrem verbessert und er strahlt viel mehr Gefahr aus, seit er nicht mehr stur an seiner Seitenlinie klebt.

Dazu habe ich von allen Neuzugängen ein positives Bild. Kai Lamp bringt uns in der Offensive die nötige Robustheit, ist zudem viel unterwegs und treffsicher. Auch das Zusammenspiel mit Enbiya Hayirli sah schon sehr gut aus. Hayirli hat natürlich vor allem mit seinem Toren und seienr Dynamik geglänzt. Koray Ödemis strahlt mit seinen 18 Jahren schon eine unglaubliche Ruhe und Ballsicherheit aus. Er muss aber noch etwas selbstbewusster auftreten. Mit Fabian Staiger haben wir dazu noch einen nahezu kompletten Spieler, der jede Position sehr gut ausfüllen kann. Er ist quasi der Prototyp des polyvalenten bzw. omnipotenten Spielers. Pascal Müller besticht vor allem durch seine Präsenz im Mittelfeld. Fabian Sperr, den ich schon seit frühester Kindheit kenne, überzeugt mit seiner Spielübersicht und seinem feinen linken Fuß, mit dem er hoffentlich den ein oder anderen gefährlichen Standard schlagen wird. Der letzte Neuzugang, Christian König, fällt auf den ersten Blick vielleicht nicht sofort auf, bringt durch seine Laufstärke und Schnelligkeit gepaart mit seiner effizienten Spielweise aber neue taktische Möglichkeiten, vor allem wenn es um Pressing und Konter geht.

Was die Startformation angeht möchte ich mich jetzt noch nicht festlegen. Aber die Neuzugänge haben alle das Potential, in die ersten Elf zu rutschen.

Wie sieht es mit der taktischen Grundausrichtung aus? Ihr habt in der Vorbereitung mehrere Formationen getestet.

Ja, wir haben mehrere Formationen getestet und wollen je nach verfügbaren Spielern und dem Gegner reagieren können. Auch das Umstellen auf eine andere Formation während des Spiels muss natürlich ohne Probleme funktionieren. Durch die Neuzugänge bieten sich nun ja auch einige Alternativen zum bewährten 4-5-1-System. Lamp und Hayirli haben ja zum Beispiel schon bewiesen, dass sie als Doppelspitze sehr gut harmonieren.

Nach dem Auftakt und der Rückkehr der Trainer wirst du wieder in deine angestammte Position als Teammanager zurückkehren. Wie sehen deine Aufgaben denn genau aus und wie ist die Zusammenarbeit mit den Trainern?

Wer weiß, vielleicht lecke ich am Samstag ja Blut und lass mich von den beiden gar nicht mehr verdrängen (lacht). Nein, Spaß bei Seite: mir gefällt meine Aufgabe hinter den Kulissen sehr gut. Da kümmere ich mich vor allem um die ganze Organisation des Teams und halte somit den Trainern und Spielern den Rücken für ihre eigentlichen Aufgaben frei. Jedoch geht meine Aufgabe über die des klassischen Betreuers hinaus. Als Teammanager bin ich quasi ein Hybrid aus Zeugwart, sportlicher Leiter für die zweite Mannschaft, Ein-Mann-Organisationskomitee und teilweise sogar Co-Trainer. Ich versuche auch bei so vielen Trainingseinheiten wie möglich dabei zu sein, um mir eine eigene Meinung zu bilden und diese dann in Entscheidungen einfließen zu lassen.

Die Zusammenarbeit mit den Trainern ist hervorragend. Wir ergänzen einander sehr gut und jeder bringt einen anderen Schwerpunkt in die täglich anfallende Arbeit ein. Grundsätzlich werden alle Entscheidungen – egal ob sportlich oder organisatorisch – gemeinsam gefällt.

Als offizielles Ziel wird das „Ankommen in der Liga“ propagiert. Jedoch werdet ihr von euren Gegnern schon als Geheimfavorit gehandelt, der um die vorderen Plätze mitspielen kann. Wo siehst du euch am Ende der Saison?

Ich denke, als Aufsteiger ist das primäre Ziel immer der Klassenerhalt. Aber ich glaube auch, dass wir von dieser Saison mehr als Abstiegskampf erwarten können. Wir haben uns gut verstärkt, die Mannschaft ist enger zusammen gerückt und das Umfeld ist auch klasse. Wir können sicherlich für die eine oder andere Überraschung sorgen, aber uns jetzt zum Geheimfavoriten zu küren und von Durchmarsch zu sprechen, ist überheblich und schwachsinnig. Wenn es dann doch so sein sollte, würde ich mich natürlich nicht dagegen wehren, aber ein sicherer Mittelfeldplatz würde mir in dieser Saison genügen. Wichtiger ist mir, dass wir unser Spielkonzept weiter verbessern, wie letztes Jahr mutig und direkt nach vorne spielen und hinten sicher stehen. Außerdem würde ich mir wünschen, dass es nach Pristl und Hernández Cabrera vielleicht ein, zwei weitere Spieler schaffen, sich durch gute Leistungen für die erste Mannschaft zu empfehlen.

Herzlichen Dank für das Interview und viel Erfolg beim Saisonauftakt und in der Runde!

Gerne und danke für die Wünsche! Wir werden natürlich unser Bestes für einen guten Start und eine erfolgreiche Runde geben!

 

 

Denkwürdiges Unentschieden im Vorbereitungsspiel gegen den PSV Stuttgart

27.07.2014

Bietigheim – zum zweiten Vorbereitungsspiel der Saison 2014/2015 begrüßte die Zweite den Polizeisportverein Stuttgart im heimischen Ellental. Zum Einsatz kamen nun auch die beiden in Besigheim nicht anwesenden Neuzugänge Pascal Müller und Koray Ödemis. Die Verantwortlichen testeten mit einem 4-1-4-1-System eine neue taktische Ausrichtung. Als alleiniger Sechser vor der Abwehr kam Patrick Wiemann gegen seinen Ex-Verein zum Einsatz. Komplettiert wurde das zentrale Mittelfeld von Müller und Kapitän Wochele. Noch vor Anpfiff musste schon der erste „Wechsel“ durchgeführt werden: für den angeschlagenen Höpfler (Knöchel) musste doch Spielertrainer Zinfollino zwischen die Pfosten. Es wurde ein Spiel, an das sich vor allem beiden Torhüter noch lange erinnern werden.

Zu Beginn starteten die Stuttgarter druckvoll und zwangen die Germanen mit ihrem Pressing immer wieder zu Fehlern im Mittelfeld. Dadurch ergaben sich einige Torchancen, die Goalie Zinfollino jedoch entschärfen konnte. Nach und nach kamen die Germanen dann aber besser ins Spiel und auch zu eigenen Chancen. Die erste Großchance hatte der für Müller eingewechselte Garofalo mit einem Freistoß aus ca. 20 Metern: mit viel Gefühl drehte er den Ball um die Mauer, doch der Ball sprang vom Lattenkreuz zurück ins Feld und der Torwart konnte ihn vor den (zu langsam) nachrückenden Germanen klären. Die nächste Großchance vereitelte wieder die Latte: Rechtsaußen Baehr war schön in die Mitte eingerückt und erhielt einen langen Ball. Mit seiner Ballannahme verschaffte sich der schnelle Bietigheimer Platz vor seinem Gegenspieler und drosch „die Kirsche“ mit dem Vollspann an die Latte. Kurz darauf war es dann Baehr, der mit einem Traumpass vom rechten Flügel in den Strafraum Stürmer Hayirli freispielte, dieser scheiterte jedoch am Torhüter des PSV. Dann viel aber endlich das erlösende 1:0 für die Germanen. Es war ein Tor, wie es die Fans im Ellental in der letzten Saison schon oft gesehen haben: Legacinskas wurde auf dem linken Flügel freigespielt, drang in 16er ein, spielte noch einen Gegenspieler aus und netzte vom 5er-Eck am Torwart vorbei ins lange Eck ein.

Einen Treffer des PSV erkannte der konsequente Schiedsrichter Ilceli aus Gügglingen aufgrund einer Abseitsposition des Stürmers korrekterweise nicht an.

Kurz vor der Halbzeitpause stand dann Zinfollino das erste Mal im Rampenlicht. Nach einer vermeintlichen Abseitsstellung tauchten zwei PSV’ler – verfolgt von Staiger – im Strafraum der Germanen auf. Nachdem in dem folgenden „Vierkampf“ die beiden Stuttgarter zu Boden gingen, entschied der auf Strafstoß. Diesen von Lehmann getretenen Elfer konnte Zinfollino jedoch problemlos parieren.

Mit der 1:0-Führung für die Germanen ging es in Halbzeit. Bis dahin hatten die Germanen schon drei Mal wechseln müssen: Garofalo für Müller (15.), Simeonidis für Keroglidis (25.) und Ersan für Baehr (30.). In der Halbzeitpause kamen dann Weber für Tänzer, Ödemis für Wiemann und Lamp für Hayirli.

Die zweite Halbzeit entwickelte sich zu einem recht unansehnlichen Spiel mit wenig Torchancen auf beiden Seiten. Für den ersten (negativen) Höhepunkt sorgte dann Garofalo: nach dem ein eindeutiges taktisches Foul gegen ihn nicht gepfiffen wurde, echauffierte sich der temperamentvolle Spielmacher zu sehr und sah vom Schiedsrichter den gelben Karton. Damit ebenfalls nicht einverstanden, echauffierte er sich noch etwas mehr – gelb-rot!

In Unterzahl taten sich die Germanen nun sehr schwer und verlagerten sich nun aufs Verteidigen und Kontern. Nach einem Missverständnis mit Dürl versuchte Zinfollino dem enteilten PSV’ler Lehmann noch den im Strafraum den Weg abzuschneiden, brachte diesen aber zum Stolpern: zweiter Strafstoß gegen und gelbe Karte für den SVG-Torhüter. Jedoch brachten die Stuttgarter auch diesen nicht im Gehäuse unter und der Ball von Pinto zischte am Pfosten vorbei.

Die größte Chance im zweiten Durchgang für die Germanen wurde mit einem Simeonidis-Freistoß aus dem linken Halbfeld eingeleitet. Der Grieche fand mit einem Diagonalball Weber, der den Ball der Direktabnahme flach in den 16er brachte. In der Mitte verpassten jedoch Wochele und Lamp und das Spielgerät ging am langen Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite hatten die Germanen dann Glück als ein Schuss von PSV-Akteur Pinto nur an den Querbalken ging und von dort an Zinfollinos Hinterkopf, der im anschließenden Durcheinander den Ball als erstes erreichte. Wenige Minuten später musste der erfahrene Torhüter dann doch hinter sich greifen. Die Stuttgarter konnten einen Ball im Strafraum querlegen und SV-Stürmer Lehmann hatte keine Probleme, diesen im Gehäuse der Germanen unterzubringen.

Die Stuttgarter drückten nun auf den Siegtreffer. In der 85. Minute drang dann wieder Lehmann in den Strafraum der Hausherren ein und wurde von Zinfollino ausgehebelt – Strafstoß Nummer drei und gelb-rot. Höpfler – nicht volleinsatzfähig vor Spielbeginn noch aus der Aufstellung genommen – kam nun doch noch zu seinem Einsatz. Nun folgte eine typische Torhüter-Story: der frisch eingewechselte Goalie parierte den fälligen Strafstoß von Mentel und konnte trotz starker Schmerzen im Sprunggelenk seinen Kasten in den letzten Minuten trotz doppelter Unterzahl sauber halten.

Ein denkwürdiges Spiel mit 3 Elfmetern und 3 gelb-roten Karten (auf PSV-Seite sah Botta aufgrund „Nachstocherns“ gegen Höpfler kurz vor Schluss ebenfalls die Ampelkarte) ging mit einem gerechten Unentschieden zu Ende. Trotz der 3 gelb-roten Karten kann man trotzdem von einem recht fairen Spiel ohne bösartige Fouls sprechen.

Auf Seiten der Germanen sind vor allem zwei Spieler lobend zu erwähnen. Einerseits der nimmermüde Kapitän Wochele, der trotz hoher Temperaturen 90 Minuten lang das Feld rauf und runter marschierte; sowie andererseits der junge Koray Ödemis, der trotz seiner gerade 18 Jahren als 6er ein starken Auftritt hatte und dem Spiel der Germanen durch seine Übersicht und Passsicherheit strukturierte und ordnete.

 

Es spielten: Zinfollino – Staiger, Dürl, Tänzer (46. Weber), Keroglidis (25. Simeonidis) – Wiemann (46. Ödemis) – Baehr (30. Ersan / 85. Höpfler), Müller (15. Garofalo), Wochele, Legacinskas (60. Tasgin) – Hayirli (46. Lamp)

Tore:

1:0 Legacinskas (25.)

1:1 Lehmann (80.)

Besondere Vorkommnisse:

Garofalo (gelb-rot, meckern, 55.)

Zinfollino pariert Strafstoß gegen Lehmann (40.)

Pinto verschießt Strafstoß (75.)

Zinfollino (whd. Foulspiel, 85.)

Höpfler pariert Strafstoß gegen Mentel (85.)

Botta (whd. Foulspiel, 88.)

Gelungener Vorbereitungsstart für die kleine Germania

19.07.2014

Besigheim - Am Ort, an dem die letzte Saison mit dem Sieg im Relegationsspiel erfolgreich beendet wurde, startete man mit dem ersten Vorbereitungsspiel gegen die Spvgg Besigheim II in die neue Saison. Da es sich bei Besigheim II um einen direkten Konkurrenten in der neuen Saison handelte, war dieser erste Test schon mal ein kleiner Hinweis, ob man in der B-Klasse mithalten kann.

Im 4-4-2 rückte nach den Abgängen von Dakaj (stand-by) und Pristl (Germania I) Robin Tänzer neben Spielertrainer Dürl in die Innenverteidigung vor Goalie Röcker, auf den Außenverteidigerpositionen kamen wie üblich Keroglidis und Simeonidis zum Einsatz. Das Zentrum des Germanenspiels bildeten Heidel und Altmeister Garofalo, die Flügelzange Legacinskas und Baehr. Komplettiert wurden die Germanen vom Sturmduo Enbiya Hayiril und Kai Lamp, die beide neu ins Ellental gekommen sind.

Trotz dieser neuen Formation und der neuen Gesichter zeigt die Germania von Anfang an ein dominantes Auftreten und hatten in den ersten Minuten sehr viel Ballbesitz. Die Hausherren kamen zunächst nicht in Fahrt und konnten erst nach 10 Minuten den ersten Angriff auf das Tor der Germanen starten. Die Chance machte Torhüter Röcker aber ohne Probleme zunichte.

Auf der Gegenseite wurde bei Temperaturen um die 35° immer wieder mit gefährlichen, schnellen Bällen in die Spitze und auf die Außen agiert. Der letzte Pass war zu Beginn aber meist zu ungenau. Nach dem die Germanen dann die Präzision erhöhten, kamen die Torchancen von allein. Der bullige Lamp und der agile Hayiril bildeten ein gutes Tandem, das trotz erst einer gemeinsamen Trainingseinheit eine gute Abstimmung zeigte und sich einige gute Chancen erarbeitete. Beide scheiterten aber meist am guten Torhüter Mihojlovic oder der Ball zischte knapp am Pfosten vorbei. Die größte Chance der ersten Halbzeit hat der sehr starke Baehr, der von Lamp und Hayiril wunderschön freigespielt wurde, jedoch mit seinem schwachen Linken freistehend vergab. Der Rechtsaußen präsentierte sich in diesem Spiel in starker Frühform und hat über die spielfreie Zeit seine Laufwege verbessert und stach immer wieder mit schnellen Sprints in die Schnittstellen der gegnerischen Verteidiger. Das vermeintlich erste Tor des Tages wurde fiel nach einem Schuss von Hayiril. Der zunächst abgewehrte Ball wurde von Lamp und der Spvgg-Abwehr quasi auf der Torlinie hin und her gestochert. Als der Schiedsrichter auf Tor entschied, beschwerten sich die Besigheimer lauthals, jedoch erst die Germanen Lamp und Hayiril konnten den Unparteiischen überzeugen, dass der Ball nicht in vollem Umfang hinter der Linie war – kein Tor und ein sehr faires Verhalten der beiden Neuzugänge!

Nachdem noch einige Chancen ausgelassen wurden, war es dann Hayirli, der nach einem Steilpass aus dem Mittelfeld seien Verfolger im Strafraum mit einer Körpertäuschung narrte und anschließend sicher abschloss (41.). Mit dem verdienten 0:1 ging es in die Halbzeitpause. Zur zweiten Halbzeit folgten dann zwei Wechsel: Padilla Navarro ersetzte Baehr, Wiemann den leicht angeschlagenen Garofalo und Neuzugang Fabian Staiger kam für Dürl in der Innenverteidigung zum Einsatz.

In der zweiten Hälfte spielten sich die Germanen nun in einen Rausch und erarbeiteten sich Chance um Chance und standen hinten dabei – bis auf zwei, drei Ausnahmen – sehr sicher. Nachdem man wieder einige gute Möglichkeiten ausgelassen hatte, war es in der 59. Minute der Shootingstar der letzten Saison, Renaldas Legacinskas, der in typischer Manier von Links in den Strafraum zog und dem Torhüter mit einem platzierten Schuss aus kurzer Distanz keine Abwehrchance ließ.

In der 67. Minute schnürte Hayiril dann seinen Doppelpack. Der mittlerweile wieder eingewechselte Garofalo brachte einen Eckball gefährlich vors Tor und der Stürmer köpfte problemlos zum 0:3 ein. Nur 4. Minuten später war es dann Wiemann, der sich bei einem Konter mit einschaltete und nach einem Doppelpass mit Hayiril frei vor dem Torhüter auftauchte und gekonnt verwandelte – der Defensivspezialist war nach diesem seltenen Ereignis gleichermaßen erfreut und überrascht (71.) Den Schlusspunkt setzte dann Lamp, der sich für seinen starken Auftritt nach einigen vergebenen Chancen in der 81. Minute mit dem 0:5 belohnte. Ein schönes Zuspiel seines Sturmpartners nahm er gekonnt im Lauf an, ließ seinen Gegenspieler mit einer Körpertäuschung aussteigen und schob das Spielgerät unter dem Arm des Torhüters hindurch in die Maschen. Endstand 0:5!

Alles in allem ein souveräner Auftritt der Germanen, die sich in hervorragender Frühform präsentierten. Mit besserer Chancenverwertung hätte man durchaus auch 10 Tore schießen, jedoch auch mindestens 3 kassieren können. Die Neuzugänge zeigten, dass sie mehr als nur Alternativen sein können und harmonierten schon prächtig mit der Mannschaft. Nun gilt es dieses erste Spiel richtig einzuordnen und nicht abzuheben, sowie diese Form solange wie möglich zu halten. Als Fazit lässt sich aber auf jeden Fall ziehen, dass die „Zweite“ in der B-Klasse mithalten und eventuell auch für die ein oder andere Überraschung sorgen kann.

Am Dienstag folgt gleich der nächste Test beim FV Ingersheim II. Anpfiff ist um 19 Uhr.
Außerdem werden im Laufe der Vorbereitung die schon angesprochenen Enbiya Hayiril, Kai Lamp und Fabian Staiger sowie die weiteren Neuzgänge Pascal Müller und Koray Ödemis noch näher vorgestellt

 

Es spielten:

D. Röcker – Simeonidis, Dürl (46. Staiger), Tänzer, Keroglids (70. Dürl) – Baehr (46. Padilla Navarro), Garofalo (46. Wiemann/75. Baehr), Heidel (60. Garofalo), Legacinskas – Hayiril, Lamp

 

Tore

0:1 Hayiril (43.)

0:2 Legacinskas (59.)

0:3 Hayiril (67.)

0:4 Wiemann (71.)

0:5 Lamp (81.)